Steam Wunschliste Teil 3: Dead Matter | Crowdfunded Survival Sandbox Game in einer Open-World

Eigentlich sollte es im dritten Teil meiner persönlichen Steam Wunschliste um ein strategisches Aufbau-Strategiespiel mit Bezug zur Wikinger-Zeit gehen, es ist in der Vergangenheit aber viel in den Steam-Channeln diskutiert worden, ob nicht eine gewisse Ähnlichkeit zu einem im ersten Teil dieser Reihe vorgestellten Game besteht. Das Spiel bleibt weiter auf meiner Wunschliste, es ist immer schwer, von vornherein einen geistigen Diebstahl zu unterstellen, andererseits kann man mit einer Beurteilung auch warten, bis beide Spiele auf dem Markt sind. Genau das werde ich in diesem Fall auch machen und in Abwägung aller Fakten eventuell einen 4. Teil veröffentlichen.

Von den Wikingern geht es daher nun ins beschauliche Kanada, genauer gesagt in den Bundesstaat Alberta und die größte Stadt des Bundesstaates, Calgary, mit dem Indie-Studio Quantum Integrity Software und ihrem ersten Game – Dead Matter. Für meine Generation ist Calgary fest verwurzelt mit den Olympischen Winterspielen 1988, über die man denken kann was man will, eines kam definitiv rüber: Eine Millionen-Metropole mit unglaublich schönen Landschaften. Jetzt stelle man sich gedanklich diese Gegensätze in einer Zombie-Apokalypse im Stile von Scum, Long Dark u.a. Survival Games vor, herzlich Willkommen bei Dead Matter.

Auch zu diesem Spiel gab und gibt es unterschiedlichste Meinungen, sowohl aufgrund der Tatsache, dass schon Mitte 2017 der erste Trailer erschien und lange Zeit nicht viel zu hören war, zum anderen, weil es sich um ein Crowdfunding Projekt handelt. Wer sich schon einmal im Crowdfunding finanziell engagiert hat der weiß, auf was man sich einlässt. Der weiß auch, dass das Schweigen der Lämmer nicht unbedingt die beste Methode ist, Vertrauen zu schaffen, gerade dann, wenn man eben gar nichts mehr hört oder sieht und einem persönlich die Felle wegschwimmen. Crowdfunding basiert noch viel mehr auf Vertrauen als der Gedanke des Early-Access, im Early Access sieht bzw. liest man vor dem Investment positives wie negatives, dank Steam und Reviews, einem meist nicht allzu hohen Preis der Early Access Games ist das Risiko überschaubarer. Seit Ende 2020 / Anfang 2021 geht es mit den News und Updates aber kontinuierlich voran, weshalb Quantum nun auch konkretere Infos zum weiteren Ablauf bereit gestellt hat. Released wird Dead Matter im Jahr 2021 in der Early-Access-Version, und darauf freue ich mich riesig!

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Die Spielwelt von Dead Matter

Was genau ist Dead Matter, wie kann man es beschreiben, was macht es aus.

-Detaillierte Open-World-Interpretation von Alberta, Kanada.
-Eine wirklich hochwertige Ego-Perspektive, um den Spieler vollständig in die Spielwelt eintauchen zu lassen.
-Eine Karte voller Fahrzeuge zum Erkunden.
-Geplante sind volle Modding-Unterstützung inklusive Steam Workshop.
-Überleben in der Apokalypse durch Jagen, Farmen oder Campen.

Fast jedes Gebäude in Dead Matter kann als Safehouse verwendet werden, solange man die Kontrolle darüber behält. Angelehnt an Mist Survival, aber es doch einen deutlichen Unterschied, mehr zu den Safehouses später im Text. Man kann z.B. Laken oder Bretter an den Fenstern anbringen, um die Sicht ins Innere durch die Infizierten zu blockieren. Aber Vorsicht, eine Lichtquelle im inneren verrät einen schnell, gerade dann, wenn man nur den Vorhang zugezogen hat.

Zwar ist Dead Matter gerade was das PVE angeht schon sehr anspruchsvoll, man kann aber auch zusätzlich gegen andere Überlebende antreten oder mit Ihnen kooperieren, um seltene Ausrüstungsgegenstände zu finden oder das Geheimnis der Region zu lüften.

Im ersten Teil bereits angesprochen bildet die Map weite Teile der schönen Landschaft Albertas ab, das Auffinden, jagen, töten und häuten von Wildtieren um sich mit Fellen und Fleisch zu versorgen gehört natürlich zum Überleben dazu. Mit einem später noch detaillierten Farmsystem sichert man zusätzlich sein Überleben.

Was man weniger häufig in Survival Games vorfindet ist das Überleben in einer langsam verfallenden Welt. Mit der Zeit werden die Zäune immer mehr Öffnungen haben, es wird anspruchsvoller durch immer größere Horden von Zombies und die Gebäude werden dunkel und kalt, wenn das städtische Stromnetz ausfällt. Nur gut, dass die Entwickler auch daran gedacht haben. Ja, auch Elektrizität wird seinen Weg ins Spiel finden, in welchem Umfang dies angedacht oder umgesetzt wird zeigt die Zukunft, gespannt bin ich auf jeden Fall.

Dead Matter Survival Sandbox Open-World Spielwelt First-Person
Quelle: © Quantum Integrity Software, Kanada
Dead Matter Quantum Integrity Software Kanada Survival Game
Quelle: © Quantum Integrity Software, Kanada
Single- und Multiplayer / Coop | Waffen

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Was in einem Multiplayer wie Dead Matter  nicht fehlen darf ist ein funktionierendes, robustes soziales Interaktionssystem mit Funktionen wie echtem VoIP, das den Klang im 3D-Raum simuliert. Stimmen können nicht durch Wände dringen und hallen dort nach, wo es sinnvoll ist. Ganz wichtig in dem Moment, wenn man seinen Mitspieler sucht und um Hilfe ruft. Zusätzlich gibt es ein Text-Chat-System mit Befehlen zum Schreien, Flüstern und Außerhalb-des-Charakter-Chat, das von Server-Administratoren umgeschaltet werden kann. Zum Char ist bislang recht wenig bekannt, zur Beschreibung zählt, dass man einen einzigartigen Charakter erstellen kann, der einen früheren Beruf, Eigenschaften und Attribute hat, die zum gesamten Gameplay beitragen.

Dead Matter bietet auch eine ausgefeilte visuelle Charakteranpassung, die tiefer geht, als man es bisher in Zombie-Survival-Spielen gesehen hat. Du kannst winzige Details deines Charakters ändern und optimieren, von der Breite deiner Nase bis zur Höhe deiner Augenbrauen. So kann man seinen Char eigentlich komplett so formen, wie man ihn haben möchte. Interessant auf jeden Fall, ob es irgendwelche Grenzen gibt wird sich zeigen, zumal man sich selbst in einem herausfordernden Survival Spiel selten selbst betrachten sollte, immer auf der Hut vor dem nächsten Mob.

Die Schusswaffen in Dead Matter verfügen über eine Vielzahl von Aufsätzen, mit denen man seine eigenen Waffen den Bedürfnissen anpassen kann. Jede Waffe hat mehrere „Befestigungspunkte“ und Modifikationen mit nahezu unbegrenzten Kombinationen, mit denen man die erste und letzte Verteidigungslinie gegen die Infizierten und andere Überlebende fein abstimmen kann. Einer der Entwickler ist im übrigen fast nur mit dem Thema Waffen beschäftigt, es wird gemunkelt, dass man am Ende ca. 60 Schusswaffen und etwa 30-35 Nahkampfwaffen zur Verfügung hat – solange man Lootkönig ist oder wird.

Ziel soll es sein, den Spielern eine große Vielfalt an improvisierten Waffen zur Verfügung zu stellen. Neben behelfsmäßigen Nahkampfwaffen ist der Flammenwerfer die erste Implementierung von improvisierten Waffen und weitere werden folgen. Improvisierte Waffen können ohne die richtigen Werkzeuge und Materialien nicht wieder geladen werden.

2-3 Punkte noch zum Thema Waffen im Spiel, die meiner Meinung nach doch extrem herausstechen:

Es wird ganz besondere Waffen geben, die man eben auch nur an ganz besonderen Orten findet und nicht unbedingt leicht zu ergattern sind. Zudem wird es eine Art von „legendären“ Waffen geben, die sich nicht nur die Anzahl der Kills merken und wiedergeben, sondern auch weitervererbt bzw. weitergegeben werden können (Multiplayer). Was diese Waffen ausmachen, davon sollte sich jeder selbst von überzeugen. Was relativ selten in Survival Games zu finden ist: Man kann aus den zahlreichen nutzbaren Fahrzeugen heraus auf die Zombies feuern (natürlich vorher die Tür oder das Fenster öffnen), und man kann sein Magazin in der Zielanimation nachladen, wie gesagt, ich habe sowas selten gesehen und finde es absolut genial.

Dead Matter Survival Singleplayer Multiplayer Prozedural Generiert
Quelle: © Quantum Integrity Software, Kanada
Dead Matter Survival Singleplayer Multiplayer
Quelle: © Quantum Integrity Software, Kanada
Dead Matter | Safehouse, Safezone und Fahrzeuge

Um zu den verschiedenen POIs zu kommen, die in der kommenden Zeit, aber auch in der Early-Access-Phase weiter implementiert und damit zur Vielfalt im Spiel beitragen sollen, nutzt man am ehesten ein Fahrzeug. Die Fahrzeuge sind außen wie innen so gut wie vollständig animiert, vom Griff ins Handschuhfach, Fenster, Spiegel, Türen, Kofferraum usw. sollen im fertigen Spiel alle eine Funktion haben. Schon jetzt kann man wie oben erwähnt bei offener Tür die nervigen Gesellen bei voller Fahrt bearbeiten, aber auch der Kofferraum  oder die Ladefläche haben es in sich. Erinnert man sich wiederum an Mist Survival, so kann man seine Karre querbeet mit allen möglichen Kisten, Schränken usw. beladen.

Bei Dead Matter sieht man beim einpacken des Trucks auf der Ladefläche die typischen Slots, wie man es von anderen Spielen manchmal bei Rücksäcken, Taschen oder Kisten kennt. Hier heißt es also genau schauen, wie wir unseren Truck beladen und wo wir den Benzinkanister, den Werkzeugkoffer oder die Sporttasche hinstellen. Denn wer lootet möchte seinen Loot auch komplett verstauen und nach Hause bringen, richtig? Vorteil dabei, sichtet man ein Auto, welches man noch nicht gelootet hat, kann man relativ schnell – teilweise beim vorbeifahren – schon erkennen, ob sich vernünftiger Loot auf der Ladefläche befindet oder eben nicht. Wer steigt schon gerne freiwillig aus, wenn sich in kurzer Distanz eine Horde von Zombies umhertreibt, die man je nach Bewaffnung lieber links liegen lasen würde.

Safezones gibt es über die gesamt Map verstreut, sogenannte Quarantäne-Zonen. Diese Quarantänezonen sind aber prozedural generiert, und sie wechseln den Standort. Das wiederum bedeutet, verlässt man sich auf seine Markierungen auf der Map, kann dort, wo vor einer Woche noch eine Quarantänezone war nichts mehr vorhanden sein. Eine absolut geniale Idee wie ich finde, die nicht nur herausfordernd ist, sondern auch den Spielspaß durch zufällige Ergeignisse für eine lange Zeit fördert und aufrechterhält. Durch die prozedurale Generierung wird natürlich auch das spoilern bei Steam und ähnlichen Kanälen unterbunden, was das gesamte Spiel für mich immer interessanter macht.

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Dead Matter Survival Waffen Perks Fahrzeuge Safehouse Quarantaene
Quelle: © Quantum Integrity Software, Kanada
Wetter, Jahreszeiten, Blutgruppe und Zombies

Verletzungen im Spiel gehören in ein Survival Erlebnis immer dazu, Blutungen, Brüche und so weiter. Auf all das muss man jetzt nicht erneut eingehen, interessant ist wiederum,was uns ein Bluttest mit dem Medikit beschert: Richtig, die Blutgruppe. Natürlich gibt es weiter negative wie auch positive Perks, es sei nur so am Rande erwähnt.

Auch beim Wetter haben sich die Entwickler natürlich einiges ausgedacht, neben den ganz normalen Jahreszeiten wird es auch Stürme, Regen und sonstige Niederschläge geben,die Bäume bewegen sich im Wind, Licht und Schatten wechseln sich ab und natürlich fehlt auch nicht der Tag/Nachtzyklus. Es sind eben elementare Punkte hier in einem Zombie Survival Game und wie hier nicht fehlen dürfen.

Zu den Zombies wurde breits zwischendurch einiges gesagt, sie bewegen sich im Allgemeinen so, wie man es von Ihnen kennt. Anders sieht es aus, wenn sie einen Spieler, einen Feind erkannt haben. Sie laufen derzeit zwar noch zielstrebig auf den Spieler zu, hier soll sich aber mit der Zeit so einiges ändern, und die Entwickler sind auch schon dran. Statt straight auf den Spieler zu laufen, werden sie den Spieler im späteren Verlauf versuchen einzukreisen, einzukesseln. Das gelingt bei Häusern schon recht gut, gibt es 2 Türen stehen sie auch an beiden Türen und versuchen diese einzuschlagen.

Wie bereits erwähnt reagieren sie auf Bewebungen, Licht und Lärm, Polizeistationen sind mit Alarmanlagen gesichert, die man – so meine ich – später auch selber nutzen kann, aber auch mit den Folgen des Lärms leben muss. Gut, dass wir uns in Dead Matter „tot stellen“ können, zumindest dann, wenn wir leicht verwundet oder angeschossen sind. Es lebt sich deutlich einfacher, mit einer blutrünstigen Horde mitzulaufen, statt von Ihnen zerfleischt zu werden.

Nichts oder nur wenig ist sicher in dieser apokalyptischen Welt, die Animationen versprechen kletternde Zombies, über Zäune, durch Fenster auf Häuser usw. Wichtig ist, das dieses Spiel einiges für den Survivler verspricht, und davon gehe ich persönlich schon jetzt aus. Sobald das Spiel auf Steam zu finden ist, kommt es auf meine Wunschliste, obwohl dieses Game eigentlich nicht in meinen persönlichen Top 3 der ersten Jahreshälfte war und nur durch oben genannte Umstände nachgerückt ist, freue ich mich umso mehr, zum Start auf Steam weiter über dieses Survival Abenteuer zu berichten.