Valheim Gameplay | Was ist neu in Hearth & Home

Viele Karotten, Schweine, Hirsche aber kaum Honig. Caves, Honig, Bienen reduziert?

Neues Update neues Glück. Mit dem Release des Valheim Updates Hearth & Home ging es auch für mich in eine neue Runde. Neuer Seed (Odinsreich) und viel Vorfreude begleiteten mich in das neue Gameplay. Was ist geschehen, was wurde geändert, wo sind die Unterschiede? Viele werden sich sagen, boah ne, nochmal alles von vorne und es gibt ja kaum etwas neues zu entdecken. Es ging mir anders, die Vorfreude war da und wenn, dann wollte ich auch alles Neue erkunden – oder neu erkunden.

Da dies mein zweiter Spielstand ist, war ich grundsätzlich gespannt, was sich wohl verändert hat (schon wegen des neuen Seeds) und was in etwa gleich ist. Einiges kann sicherlich auch mit dem Hearth & Home Update zusammenhängen. Auffällig von Beginn an waren viele Schweine, Hirsche und später im Dunkelwald Karotten.

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Ob das jetzt mit dem Seed oder dem Update zusammenhängt bleibt offen. Nachdem ich im Schnelldurchlauf den zweiten Boss gelegt habe kann ich sagen, das es von der Schwierigkeit keine Auffälligkeiten gab, wohl aber im Kampf. Der Seed war gut gewählt, da der Händler direkt neben dem zweiten Boss – dem Alten – sein Zuhause hat. Entdecken gabs dort vor allem eines: Donnersteine. Wofür die Gut sind, keine Ahnung, ich lasse mich da auch nicht spoilern.

Gleich geblieben auf dem ersten Seeweg ist die Begegnung mit der Seeschlange, dieses Mal hat sie sich aber nicht nach 2-3 Treffern mit Pfeil und Bogen verzogen, sie hat es vorgezogen, ehrenvoll zum Grund des Ozeans abzusinken.

Das ein oder andere gibt es wie geschrieben im Überfluss, anderes nur wenig bis gar nicht. Vielleicht finde ich dazu nochmal einige Infos, was bei mir auf dem Seed bisher wenig zu finden ist sind Caves. Sowohl die Grabkammern (bisher 2 nach 35 Ingame Tagen), als auch Trollhöhlen (keine einzige) finde ich wenige. Ob das wie gesagt am Seed oder am Update liegt, keine Ahnung.

Was ich bisher auch nicht gefunden habe sind Bienenstöcke, und hierzu gibt es einen Thread bei Steam, das es wohl diverse Spieler nach dem Hearth & Home Update betrifft. Es wird sich zeigen, ob ich irgendwann einmal Honig ernten kann.

Ausdauer, sehr viel Kritik für das Update Hearth & Home

Die größte Kritik am Update zielt auf die wenigen neuen Funktionen und Features ab, die könne man schnell selbst implementieren, man habe wirklich nichts neues bemerkt, abgesehen von einer Überarbeitung der Nahrung, die die Ausdauer dramatisch reduziert hat, ich glaube, einige neue Gebäudestrukturen, das ist alles. So einfach würde ich es mir jetzt nicht machen.

Ja, die Entwickler von Iron Gate haben es als großes Content-Update angepriesen, vielleicht waren die Ansprüch der Community nach dem Hype auch zu groß. Es ist irgendwo ein Mittelding und ich kann alle Seiten relativ gut verstehen, so ganz entschlossen habe ich mich auch noch nicht, wie ich das Update denn nun wirklich nach den ersten Stunden einordne.

 

Viele bemängeln, dass das Ausdauermanagement ein weniger unterhaltsamer Aspekt des Spiels ist, dass Exploration, Crafting und Fortschritte das sind, was das Spiel wirklich unterhaltsam macht. Warum wurde die Nahrung  jetzt so angepasst, dass es weniger Ausdauer gibt, es war vorher kein Problem und es verbessert Spiel im Gesamten nicht wirklich.  Es ist keine besonders unterhaltsame Spielmechanik die hier verändert wurde. Die Kritik an sich ist berechtigt, allerdings wird sie auch ziemlich polemisch vorgetragen.

 

Wenn man bedenkt, dass viele Spieler monatelang auf dieses Update gewartet haben, dann sehen diese Änderungen minimal aus. Eine der besten Änderungen ist meiner Meinung nach, dass das Spiel deutlich flüssiger läuft, es wurde eine Menge an der Performance gearbeitet, und die stellt mich wirklich zufrieden. 

Änderungen am Gameplay: Ausdauermanagement, Ausgeruht Buff

Was soll man zum neuen Gameplay sagen? Es gab ein relativ gut funktionierendes Gameplay, man hätte kleinere Änderungen vornehmen können (ja sogar müssen), aber man hat sich dazu entschieden, alles über den Haufen zu werfen. Ein wichtiger Part seit dem Update Hearth & Home ist das Ausdauermanagement und der Buff „Ausgeruht“. Beides zusammen präzise aufeinander abgestimmt ermöglicht ein vernünftiges Spiel. Das Problem an der Sache ist, dass man keinen Einfluss auf die Spielmechanik hat, die einem immer wiederkehrende Aufgaben zuweist. 

 

Beispiel: Trolle (angeblich auch Loxe) wurden schneller gemacht. Die kleinen nervigen Gestalten im Dunkelwald kommen neuerdings immer in Gruppen, 6-7, aber ständig. Hat man eine Gruppe abgefrühstückt kommen 100 Meter weiter die nächsten 6-7 angeritten. Sobald man vernünftige Tools und Waffen hat (Bronze) sind diese kleinen Figuren nur noch eines: Lästig! Das war schon vorher so, und es gab diverse Stimmen die gesagt haben, dass man diese Quälgeister doch bitte mit ansteigendem Level reduzieren möge. Sie sind keine Herausforderung, sie sind eine Plage. Und nach diesem Update ist es noch schlimmer.

 

Trolle sind gefühlt schneller, man kann sie weiterhin bearbeiten aber man muss ständig auf der Hut sein, dass das Ausdauermanagement und der der „Ausgeruht“-Buff stimmen. Ist das nicht der Fall, hat man bei einem Troll Raid schnell das Nachsehen. Worauf kommt es also nach dem Update an? Wichtig ist, dass man seine Werte immer wieder stabilisiert, das funktioniert eben ganz besonders mit dem „Augeruht“-Buff. Den bekommt man am besten in der eigenen Hütte nach oben, oder aber bei einer Erkundung mit einem kleinen Feuerchen (der hält dann aber nicht besonders lange). Alle Tätigkeiten die man in Valheim so täglich zu bewältigen hat brauchen vor allem eines: Ausdauer. Steine klopfen, Bäume fällen, Gelängemodifikation, nervige Fliegen und Kleintiere killen usw. usf. Was macht man also? Richtig, man pushed ständig den Ausdauerwert nach oben.

 

Um zu regenerieren, setzt man sich eben ständig in seine Hütte um eben dauerhaft seine Werte im Griff zu haben. Macht man Ausflüge, so baut man ständig Lagerfeuer, kommt ein Raid, kotzt man sich leer um die Werte auf den Gegner zu optimieren. Ist das ernsthaft das, was man von Valheim Anfang des Jahres erwartet hat? Ich denke nein. Das Spiel wird in der Form nach dem Update künstlich in die Länge gezogen, da man zum einen ständig sein Frühstück, gefühlt was Ewigkeiten im Haus herumhockt um irgendwelche Buffs zu bekommen, und im Wald mit etlichen Kolonnen von Waldbewohnern Kämpfe auszutragen, die im Prinzip schon vorher gewonnen sind, da man sich ja auch weiter entwickelt. 

Ernsthaft? Fakt ist, so wie es derzeit umgesetzt ist wird das Spiel nicht wie von den Entwicklern gedacht deutlich schwerer, nein es wird einfach umständlicher und man stellt sich die Frage, was der Sinn eines Neustarts ist, wenn sich an den Bossen nichts geändert hat und auch sonst keine weiteren Spielelemente dazugekommen sind. Ich bin erst im Dunkelwald angekommen, demnächst kommt der Sumpf an die Reihe, und genau dort wird man meiner Meinung nach sehen, was diese Änderungen wirklich bewirken. Es geht nicht mehr darum, eine wunschöne Spielwelt zu erkunden, es geht dort nur noch darum, möglichst schnell seine Items aus dem Sumpf zu holen und möglichst schnell wieder zu verschwinden, um nicht mit dem neuen Ausdauer-Management in Konflikt zu geraten. Soll das wirklich das Ziel des Spiels werden?

 

Nichts gegen einen deutlich höheren Schwierigkeitsgrad, aber nicht auf Kosten der Freude am Spiel, einem neu eingeführten Mikromanagement der Ausdauermechanik und ständig hinter einem herlaufende Gestalten, die schon zum Start eines neuen Seeds keine wirkliche Bedrohung darstellen. Exploration bleibt damit nämlich weitestgehend auf der Strecke und das ist ja gerade bei Valheim eines der schönsten Dinge: Die große und wirklich gelungene Map.

 

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Ausdauermanagement und was noch implementiert wurde

Wir bekommen also ein Audauer-Mikromanagement um die Ohren gehauen, während die Mobs ohne Probleme durch die Gegend rennen. Nochmal zurück zu den Troll Raids: Man wunderte sich ja schon Beginn an, warum viele Spieler um ihre Heimat eine Wall gezogen haben, was eigentlich ja nicht Sinn und Zweck der Sache war. Nach Hearth & Home wird sich die Anzahl derer sicherlich nochmals erhöhen, spätestens dann, wenn das erste in stundenlanger Spielzeit erstellte Wikingerhaus dem Erdboden gleichgemacht wurde. Mit dem Update Hearth & Home wurde eines gemacht: Diejenigen, die einmal schnell bis zum Endboss durchlaufen können dies jetzt deutlich schneller – mindestens jedoch genauso schnell wie vorher. Sobald man mit dem 5. Boss fertig ist, wartet man auf auf das nächste Update bzw. am Ende ist das Spiel Game Over. Alle anderen, die eben auch die anderen Spielelemente wie das Bauen und Co. mit in ein Spiel einbeziehen werden deutlich länger, deutlich genervter durch das Spiel wandern.

 

Durch all diese Veränderungen wird es in Zukunft so sei, dass immer mehr Spieler „Fabelwelten“ erschaffen, um an die nötigen Ressourcen zu kommen und um sich nicht mehr mit den nervigen Horden anlegen zu müssen. Ab auf einen anderen Seed, Ressourcen holen, und zurück. Das hat nichts mehr mit einem erhöhten Schwierigkeitsgrad zu tun, die sich die Macher von Valheim durch das Update scheinbar erhofft haben, das ist simple gesagt eine Bürokratisierung der Spielmechanik. Mehr nicht.

 

Es gibt aber – zum Glück – auch positive Dinge über Hearth & Home zu berichten. Ganz wichtige und sinnvolle Änderungen gibt es bei der linken Maustaste. Wer sich zurückerinnert, man musste auf alles, was man beackert hat, wie ein Wilder auf der Maus herumhacken. Einige haben sich gewundert, das sich die Maus nicht beschwert hat, das sie so lange gehalten hat. Egal ob beim Fällen der Bäume, beim Steinhaufen, man drückt einmal auf die linke Maustaste und der Char prügelt auf den Baum ein. Gleiches gilt beim Kampf, bei allem. Sehr gut. Auch beim auffüllen von Feuern mit Holz, den Schmieden, Öfen etc. muss man nicht mehr wie ein Wilder auf die Taste „E“ herumprügeln, einmal gedrückt und der Char füllt alles auf.

Positiv finde ich auch, dass das Parieren auf Distanz den Gegner nicht mehr zum Taumeln bringt. Klar, es war schön, aber wie realistisch ist es bitte, wenn ein Draugr ins Taumeln gerät, nur weil du seinen Pfeil pariert hast. Kann man sicherlicher drüber streiten, ich persönlich halte diese Änderungen für sinnvoll – weil realistisch.

Schlussendlich noch zwei Änderungen: Dauerschlafen funktiert nicht mehr, wer sich hingelegt hat, aufsteht, der kann sich nicht sofort wieder hinlegen. Was auch nicht mehr läuft ist das Pseudoskillen der Fähigkeiten, indem man mit den Fäusten stundenlang auf einen Baum einprügelt. Das kann man zwar weiterhin machen, es ändert aber nichts an eurem Skill.

Das kürzeste Fazit zu einem Update

Viele unnötige Änderungen eines funktionierenden Systems mit wenigen guten Neuerungen.